Der Einsatz von Lawinensuchhunden ist auf den alpinen Raum beschränkt, da nur hier ein Einsatz dieser Hunde sinnvoll ist.

Beim Abgang einer Lawinen bei der Menschen verschüttet werden ist der Einsatz von Lawinensuchhunden für die Verschütteten lebensrettend. Allerdings setzt dies einen sehr schnellen Einsatz dieser Hunde voraus, denn die Überlebenschancen eines Vermissten sinken mit ablaufender Zeit rapide.

Derzeit sind in Deutschland ca. 50 Hunde, in der Schweiz ca. 300 Hunde, in Österreich ca. 250 Hunde, in Frankreich ca. 150 Hunde und in Italien ebenfalls ca. 150 Hunde entsprechend ausgebildet und einsatzfähig.

Aus diesem Grund verfügen ausschließlich die Bereitschaften der Bergwacht über einsatzfähige Lawinensuchhunde. Die Teams sind im jeweiligen Ort ansässig und mittels Helikoptertransport binnen kärzester Zeit am Unglücksort. Einsatzfähige Hunde müssen gewohnt sein sowohl im Helikopter als auch am Seil hängend vom Helikopter transportiert zu werden.

Im Lawinenabgangsgebiet werden Lawinenhunde grundsätzlich im Suchsektor der ersten Kategorie eingesetzt, wobei sondierende Suchmannschaften die Arbeit des Hundes nicht behindern. Allerdings werden auch diese Suchhunde immer unter Berücksichtigung der Windverhältnisse eingesetzt.

Mit Hilfe der Hunde ist es möglich Verschüttete, die mit einer bis zu mehreren Metern starken Schneeschicht bedeckt sind zu orten, zumal wenn die Vermissten kann aktives Ortungsgerät bei sich tragen. Auch hier sind Hunde ein entscheidender Faktor um Verschüttete noch frühzeitig genug zu orten. Im Vergleich zu Sondierungs- mannschaften ist der Zeitfaktor mit Einsatz von Hunden entscheidend geringer.

In den letzten Jahren hat sich das Einsatz Aufgabengebiet der Lawinensuchhunde erweitert, sodaß diese nach entsprechender Ausbildung nun auch als Gebirgs Flächensuchhunde bei der Vermisstensuche eingesetzt werden.

Ein weiteres Aufgabengebiet der Hunde im alpinen Raum wird zukünftig die Suche nach Verschütteten bei Geröll Lawinen und Erdrutschen sein. Hier erfordert dies eine zusätzliche Ausbildung in der Leichensuche.

Inzwischen hat sich auch die Männerdomaine in der Berwacht geändert, sodaß nun auch Frauen zum aktiven Dienst zugelassen sind. Neben der proffesionellen Ausbildung der Bergwachtler wird eine sehr gute körperliche Konstitution, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrungen voraus gesetzt.

Der Bereich Lawinensuchhund wird auf dieser Seite nicht so ausführlich behandelt wie der Bereich des Rettungshundes. Dies liegt ganz einfach daran daß der Autor der Seite keine Einsatzerfahrungen im Bereich Lawinensuche hat.

Rettungshunde von Staffeln des übrigen Bundesgebietes werden zwar teilweise auch auf Lawinenhundelehr- gängen ausgebildet, jedoch ist dies mehr um den Hundeführern und Hunden (denen diese Ausbildung besonderen Spass macht) eine Abwechslung in der Ausbildung zu bieten. Rettungshunde dieser Staffeln werden nie bei Lawinen- abgängen eingesetzt werden, da sie weder früh genug vor Ort sein können noch über entsprechende Einsatzerfahrungen verfügen.

Hier zeigt sich dann der Unterschied zwischen Ausbildung und Einsatz.

Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, daß ein Rettungshund auf Grund seiner Trümmerausbildung bei der Lawinensuche problemlos eingesetzt werden kann, da es sich hier im Prinzip um eine Verschüttetensuche handelt wie bei der Trümmersuche auch, mit dem Unterschied, daß die Suche für den Hund bedeutend einfacher als bei der Trümmersuche ist (Geländebeschaffenheit, Geruchsquellen, Verleitunsggerüche etc.)

Ein Lawinensuchhund muß jedoch zusätzlich geschult werden um auch in Trümmern eingesetzt werden zu können, da hier bedeutend stärkere Verleitgerüche vorhanden sind als in der Lawine und zudem das Begehen der Trümmer anfänglich für den Lawinenhund eine Schwierigkeit darstellt, die ihn von der eigentlichen Suche ablenkt.

Unabhängig davon was die Hunde jeweils könnten, ist jedoch nur der Einsatz sinnvoll bei dem die geeigneten Hunde schnellstmöglich eingesetzt werden können.