Es gibt diverse Erklärungsversuche, sei es, daß die Hunde in der Lage sind aufsteigende Verwesungsgase, Hautpartikel, Haaröle etc. zu riechen. Auf Grund der von uns verwendeten Suchobjekte können wir dies jedoch nicht bestätigen. Bei diesen Objekten wird außer dem Geruch keine der vorgenannten Begründen freigesetzt, die Hunde müssen es also riechen können. Und dies bis zu einer Tiefe von 20 Metern bei stehenden Gewässern und einer Suchobjektgröße von ca. 30 x 50 cm.

Selbst wenn die Objekte zum Teil bis zu 20 cm im Schlamm versunken waren, sodaß eingesetzte Taucher die Objekte nur anhand der Bojen fanden, haben die Hunde sie gefunden.

Wassereinsätze sollten jedoch nur von erfahrenen Teams durchgeführt werden, da die Hunde sich nicht so verhalten wie bei einer Suche an Land. Bei der Verschütteten- oder Vermisstensuche kann der Hund sich selber auf den Vermissten zubewegen. Bei der Ertrunkenensuche ist dies dem Hund nicht möglich. Er muß im Boot bleiben und warten bis er zu dem Geruch hingefahren wird. Dies bewirkt die unterschiedlichsten Reaktionen beim Hund, welche nur ein Hundeführer deuten kann, der seinen Hund sehr gut kennt.

 

Sehr viele äußere Faktoren sind zudem zu berücksichtigen, wie Wind- und Strömungsverhältnisse, Witterung, Außen- und Wassertemperatur, Tiefe des Gewässers und vor allem die psychische Belastbarkeit des Hundeführers.

 

Selbstverständlich können hierbei nur in der Leichensuche ausgebildete Suchhunde eingesetzt werden. Selbst die Ausbildung sollte gleich zu Anfang in dieser Richtung erfolgen um Fehlverknüpfungen beim Hund zu vermeiden, was durch die Verwendung von Tauchern als zu suchende "Opfer" erfolgen würde.

 

Auch wenn bei solchen Einsätzen eine Lebendrettung fast auszuschließen ist, so sind die Suchhunde für die Taucher oftmals eine große Hilfe, da das Suchgebiet eindeutig eingeschränkt werden kann. Taucher müssen einen Ertrunkenen auf Grund der Dunkelheit am Grund des Gewässers oftmals rein durch Tasten suchen. Zudem ist die Ermittlung der Stelle an der der Vermisste zuletzt gesehen wurde oft sehr schwierig, da sich die Zeugenaussagen als recht diffus erweisen. Sonar und Kamera sind ein sehr gutes Hilfsmittel aber oft nicht einsetzbar auf Grund der örtlichen Gegebenheiten.

Viele Informationen zur Wassersuche finden Sie auf unserer anderen Webseite www.wassersuchhunde.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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